Im Bann der Gastronomie

Gastgewerbe in der Krise - Koch Mario Thiel

Wenn Du mich kennst oder mir schon länger hier oder anderswo im Internet folgst, dann weißt Du sicher, dass ich Koch bin. Mit 16 Jahren habe ich damals meine Lehre begonnen.

In dem Alter hatte ich absolut keine Ahnung was ich mit meinem Leben anfangen wollte und ich glaube das geht vielen in diesem Alter so. Also habe ich mich bei Werkstätten und Heizungsfirmen beworben, das schienen mir Berufe zu sein, die immer gebraucht werden und als Junge redet man sich wohl auch ein, dass man so etwas werden muss.

Ich war faul in der Schule und dementsprechend sahen auch meine Zeugnisse aus. Eben nichts was irgendeinen Personalchef oder Unternehmer dazu veranlasst hätte, mich zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen. Die Noten sind leider das Einzige, wonach man ausgewählt wird, und das, obwohl sie nicht viel aussagen.

So häuften sich die Absagen. Irgendwann kam meine Mutter, die damals bei einem Metzger arbeitete. Ihr Chef erzählte ihr, dass ein Hotel, das sie belieferten, Auszubildende suchte. Er könne ein gutes Wort für mich einlegen. Also habe ich eine Bewerbung geschrieben.

Den Beruf Koch hatte ich gar nicht auf dem Schirm, obwohl mich Essen schon immer interessiert hat. Die Stelle habe ich dann bekommen, und ich glaube, das gute Wort hat damals viel gebracht. Zumindest hatten die anderen Lehrlinge bessere Schulabschlüsse.

Es war wie sich rausstellte, auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Denn obwohl ich vorher überhaupt nicht daran gedacht habe, Koch zu werden, ist es mein Traumberuf geworden. Natürlich läuft auch in einem Traumberuf nicht immer alles so, wie man es sich wünscht. So gab es in den über 20 Jahren in der Gastronomie wie überall im Leben Höhen und Tiefen.

Meine jetzige Arbeit gab es damals noch gar nicht als Beruf und wurde es auch erst, als ich anfing, damit Geld zu verdienen. Es war bisher mehr mein Hobby, das ich dann zum Beruf machen konnte und auch ein Traumberuf geworden ist. Mit Höhen und Tiefen, auch im Hier und Jetzt.

Aber die Gastronomie hat mich nie losgelassen. Ich fühle immer noch eine starke Verbundenheit mit der Branche und allen, die in der Gastronomie arbeiten und versuchen, sich zu verwirklichen. Ich verfolge die Entwicklung in der Gastronomie, interessiere mich für alte und neue Ideen und Konzepte. Meine Frau und ich haben oft darüber nachgedacht, selbst etwas auf die Beine zu stellen und was man machen könnte. Manche Ideen haben wir auch ein bisschen weiter verfolgt und uns Konzepte überlegt.

Letztes Jahr hat sich Kasia einen Traum erfüllt und ein Café eröffnet. Seitdem bin ich wieder näher an der Gastronomie dran und merke einfach, wie sehr mir die Gastronomie in Fleisch und Blut übergegangen ist. Ich hätte eigentlich auch richtig Lust, etwas auf die Beine zu stellen. Die Idee oder den Traum trägt übrigens so ziemlich jeder Koch mit sich herum.

Aber eigentlich möchte ich nicht mehr nur in der Küche stehen. Es reizt mich mehr, Gastgeber und eben Unternehmer zu sein. In Brüssow stünde jetzt sogar ein geeignetes Objekt zur Verfügung. Auch wenn Brüssow jetzt nicht der Nabel der Welt ist, am Ende zählt die Idee und das Konzept mehr als der Standort.

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