Tag: Abi
fight for your rights
by Majoran on Apr.19, 2007, under Geplapper
Wie vielen anderen, ist mir bewußt das diese ganzen Pläne der Regierung, wie die Vorratsdatenspeicherung, Bundestrojaner und ähnliche Auswüchse, ein großer Haufen stinkender Scheiße ist. Na ja wenn wir ehrlich sind, so vielen ist das auch nicht Bewußt. Wer interessiert sich denn wirklich dafür und wer weiß denn wirklich darüber bescheid?
Von 10 Kollegen (alle zwischen 20 und 30 Jahre alt) konnte keiner etwas mit dem Begriff Vorratsdatenspeicherung anfangen. Meine Eltern, ach was meine ganze Verwandtschaft kennt diese Begriffe nicht. Wir Geeks und Nerds haben davon gehört und schon einiges gelesen, aber der normale Bürger der ab und an ne Zeitung liest und sich die News im Fernsehen anschaut, weiß darüber nicht viel oder besser gesagt gar nichts. Weil das Thema kaum in den großen Medien behandelt wird (meiner Meinung nach mit Absicht) und natürlich weil es nicht im Aufmerksamkeitsbereich des “Normalbürgers” liegt, welcher ja auch mit ganz anderen Problemen zu kämpfen hat.
Selbst wenn wir nun aber darüber bescheid wissen und uns unsere Gedanken dazu machen, was können wir denn erreichen wenn wir dagegen sind? Wir schreiben Artikel in unseren Blogs, unterschreiben Online-Petitionen und vielleicht noch einen Brief an einen Politiker. Erreichen wir aber irgendwas damit? Noch erreichen wir uns nur selbst. An der großen Öffentlichkeit schreiben und reden wir vorbei. Natürlich weil Blogs in Deutschland noch kaum Beachtung finden, aber eben auch weil solche Themen in den anderen Medien nicht diskutiert oder vielleicht auch totgeschwiegen werden.
Zum anderen hat die Bevölkerung wie gesagt ganz andere Probleme und interessiert sich schon lange nicht mehr dafür, was ihre Vertreter in Berlin sich ausdenken und beschliessen. Ich denke vielen geht es wie mir, sie ertragen dieses Theater einfach nicht mehr und hören gar nicht mehr genau hin. Was natürlich fatal ist, denn die Wahrheit hört man nicht nebenbei aus dem gesabbel unserer Politiker. Was noch dazu kommt, ist das jeder nur noch an sich denkt. Was erstmal auch gar nicht so verkehrt ist, aber der Egoismus in diesem Land ist inzwischen in einem gefährlichen Stadium angekommen.
Viele haben resigniert und sagen das sie eh nix machen können. Egal was die Regierung beschließt, wir müssen es doch so hinnehmen, Das Vertrauen in die Regierung bzw. Politiker ist komplett verloren gegangen. Trotzdem rennen wir regelmäßig zu den Wahlurnen. Was ich nicht ganz verstehen kann. Wenn ich keinem Politiker vertraue, kann ich auch keinen von ihnen wahlen.
Dieses Aufgeben ist natürlich nicht der richtige Weg. Sicher kann einer allein nicht viel bewegen, aber “Kleinvieh macht auch Mist”. Soll heißen, wenn jeder denkt ach ich erreiche eh nix, wird auch nix erreicht. Wenn aber jeder einzelne den Mut aufbringt, seine Unzufriedenheit zu äußern, wird daraus irgendwann ein Chor der gehört wird. Wir dürfen nicht müde werden zu sagen was uns nicht paßt und was in unseren Augen nicht richtig ist. Dürfen nicht müde werden darüber zu schreiben, auch wenn wir uns noch so oft wiederholen und es doch so wenige lesen.
Wir müssen wieder lernen für unsere Überzeugung und unsere Rechte auf die Straße zu gehen und uns dafür einzusetzen. Wir müssen wieder lernen unsere Stimme zu erheben und “SO NICHT” zu rufen. Wir müssen verstehen das wir als “Einzelkämpfer” erstmal nur langsam vorwärts kommen aber es besser ist als auf der Stelle stehen zu bleiben. Wir sitzen alle im selben Boot, rudern aber noch alle in verschiedene Richtungen.
Den Politikern muß klar werden das sie nicht einfach immer über unsere Köpfe hinweg entscheiden können. Sie müssen wieder lernen das sie unsere Interessen vertreten sollen und nicht uns ihre Interessen aufdrücken. Sie sind unsere Vertreter, nicht unser Vormund und unsere Aufpasser. Sie müssen wieder mit uns reden, nicht über uns. Sie dürfen sich nicht hinter ihrem geschwafel verstecken sondern offen darüber reden was sie wollen und was es bringen soll.
Ein Umdenken, ein Widerstand, eine Wende kann nicht von heute auf Morgen passieren. Sie muß in jedem einzelnen herranwachsen bevor sie zu was starken wird. Hört aufmerksamer zu, schreibt und redet darüber was ihr darüber denkt. Habt keine Angst eure Meinung zu sagen. Hinterfragt alles was ihr nicht versteht und macht euch euer eigenes Bild. Setzt die Scheuklappen ab, öffnet eure Augen und Ohren. Glaubt nicht immer alles was gesagt wird. Bloß weil es in Zeitungen steht oder im Fernsehen gesagt wird. Seid kritischer und laßt euch nicht einfach nur berieseln.
Vergesst nie das jeder was bewegen und gemeinsam alles auf den Kopf gestellt werden kann. Vor allem aber hört auf zu schweigen und redet bis euch der Mund fusselig wird.
Um Freundeskreis nochmal zu zitieren: “Wenn der Vorhang fällt, schau hinter die Kulissen. Die Bösen sind oft gut und die Guten sind gerissen.”
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Barcamp Themen
by Majoran on Apr.16, 2007, under Geplapper
Im Wiki zum Frankfurter Barcamp am 21. und 22.04. wurden schon eine Menge Themenvorschläge gemacht und bis jetzt habe ich mir erstmal folgende notiert die mich vielleicht interessieren könnten.
* Business im Web 2.0: Aktuelle Vermarktungs- und Geschäftsmodelle – Oliver Bröhl
* Map-based social communities / Vorstellung www.townkings.de – Frank Engel
* 30(+) Social Networks in 30 Minuten – Oliver Ueberholz
* Medien 2.0: Welche Chancen Blogger, Podcaster und Vloger haben – Thomas Wanhoff
* Twitter
Dirty Twitter – Twitter erweitern, integrieren und für alles das verwenden, für das es niemals gedacht war – Oliver Ueberholz
“Flucht nach vorn” mit Quality Content als Internet TV – Jörg Buschka und Jan Vogel
* Politik / Gesellschaft
* Entwicklung von Ideen, die die Welt verändern (und die wir dann in die Welt hinaustragen .-)) z.B. kleine Aktionen, die jeder vollziehen kann, die Spaß bringen
* Wir beweisen, was für geniale Ideen aus einem Barcamp heraus kommen können, indem wir gemeinnützige Vereine/Organisationen bitten, uns ein Thema reinzugeben.
* Googleability – Was man über seine Daten im Netz wissen sollte, pädagogische Konzepte der Zukunft
* Alles ausser Google – Ist es noch möglich, ohne Google im Netz zu arbeiten?
* Suche 2.0 / Social-Search – Was kommt nach Google?
* Was ist aktuell im ‘Social Bookmarking-Markt’?
* Wie weit ist Web2.0-Deutschland (Bereitschaft für User-Generated-Content)
* Meta-Blogs: Wie kann man aus einem losen Bloggernetzwerk einen Blogverbund schaffen?
* Mobile 2.0 – Twitter & beyond – Ideen und Modelle im Mobile 2.0 Bereich
* Web-Mobile Convergence – Erfahrungsbericht eines Start-ups (mycitymate) – Oliver Schoen
* Blogging & Recht: Dos und Don’ts – Henning Krieg
Vorhaben
by Majoran on Nov.15, 2006, under Geplapper
Es war 2005, als ich auf 3Sat einen Bericht über die Paradeiser-Anbauer sah. Es hat mich sehr fasziniert was ich sah und hörte von Erich Stekovics. Man hat sofort gemerkt wie sehr er seine Arbeit liebt und dafür lebt. Er sprach mit einer Begeisterung von seinen Paradiesäpfeln und dem Geschmack der verschiedenen Sorten wie Lambada, Frühe Liebe, Magnum, Pamboli oder Goldene Kugel des Froschkönigs, dass mir nur vom hören das Wasser im Mund zusammen lief. Auch die Dokumentation war sehr gut und ich muß sagen das ich selten so gute Berichte im TV sah wenn es um Lebensmittel ging. Ich habe mir damals jedenfalls schon vorgenommen, dass ich dort unbedingt mal hin will. Ich hoffe es klappt auch bald.
Wenn ich dann schon mal da bin, könnte ich ja auch noch ein wenig weiter Reisen. Zum Beispiel ins Appenzellerland, denn die Schweizer Bauern von denen Frau mutant hier berichtet, würde ich auch gern mal besuchen um das “Kabier”-Rind zu sehen.
Für mich wäre das jedenfalls sehr interessant und es ist schön, dass es immer noch Menschen gibt die davon überzeugt sind, dass es ohne Genmanipulation, Sortenausrottung und EU-Verordnungen möglich ist hervorragende Qualität zu erzeugen.
Deutsche Bahn
by Majoran on Sep.25, 2006, under Geplapper
Bin mal wieder in den Genuss gekommen mit der Deutschen Bahn zu reisen. Nach der letzten Reise wollte ich das zwar nicht mehr aber es ließ sich dann doch nicht wirklich vermeiden. Außerdem soll man ja jedem eine zweite Chance geben. Na ja was soll ich sagen, auch diesmal habe ich oller Zausel nur Grund zu meckern. Ich habe ausdrücklich zwei Plätze in einem Großraum Abteil gebucht an einem Tisch.
Was ich bekommen habe ist aber ganz das Gegenteil. Man hat mir Plätze in eine dieser kleinen Kabinen für 6 Personen gegeben. Auf den kleinen Klapptischen paßt gerade mal mein Handy. Mein Mousepad daheim ist größer als das Klappdingens, mein Schleppi sitzt jedenfalls mehr als wackelig auf dem Ding. Das Schreiben ist so alles andere als bequem. Steckdosen, WLAN oder anderen neumodischen Kram hatte ich wieder nicht, damit hatte ich aber auch nicht gerechnet.
Außerdem war der ICE nicht das was ich sauber nennen würde. Natürlich war er sicher schon ein bißchen länger Unterwegs aber ich rede hier auch nicht von vollen Mülleimern oder dreckigen Außenscheiben. Die Sitze, Armlehnen, Glasscheiben, Glastür, Rahmen einfach alles der Kabine war sehr schmuddelig und man fühlte sich schnell unwohl. Wenn man am Zielort ist hat man nur noch einen Wunsch, ein ausgiebige Dusche und das ging mir auch schon beim letzten mal so.
Das Bordrestaurant (zu dem Namen sag ich jetzt mal nix) hatte technische Probleme, deswegen konnten sie nur eine Notversorgung garantieren. Die Toiletten in meinem (1. Wagen) Wagon waren defekt. Die im Wagen 2 auch, deshalb war der Toilettengang etwas weiter. Zum Glück müssen wir Männer nicht so oft. ;)
Auch Glück hatte ich diesmal mit den Mitreisenden die im selben Abteil saßen wie ich. Ein junges Paar mit einem kleinen Sohn vielleicht 2 oder 3 Jahre alt, ein ganz süßer Fratz. Sie unterhielten sich in einer mir fremden Sprache. Kann leider nicht sagen was, sie sprachen aber auch Deutsch und im laufe der Fahrt habe ich auch etwas mehr über sie erfahren können aber das tut hier nix zur Sache. Außerdem saß noch eine Dame mit im Abteil, auch eine sehr nette Frau.
Das kann man der Bahn jetzt nicht anrechnen, denn für die Fahrgäste kann die Bahn ja nichts. Allerdings ist das manchmal auch schade. Zusammenfassend würde ich gerne wieder schreiben das es das letzte mal war das ich mit der Bahn längere Strecken fahre, leider läßt sich das für mich aber nicht realisieren. Glück gehabt liebe Bahn.


