Viel wird zur Zeit darüber geschrieben und in nicht wenigen Artikeln, kommt der Vergleich mit der DDR und der Stasi. Meistens liest man: “… ist ja fast wie in der damaligen DDR”
Je mehr ich darüber nachdenke, komme ich aber zu dem Schluß, dass dies viel schlimmer als damals bei uns in der DDR.
Es war damals nicht jeder verdächtig und nicht jeder wurde Überwacht von der Stasi. Bei der Vorratsdatenspeicherung wird erstmal pauschal alles aufgezeichnet und überwacht. Im Prinzip wird also jeder verdächtigt.
Also ist es doch jetzt eigentlich schlimmer finde ich.
Zeichnen die eigentlich “nur” auf wen ich Anrufe, oder zeichnen sie die Anrufe selbst auch auf? Dann schließe ich ab jetzt die Vorratsdatenspeicher bei den Begrüßungsfloskeln immer mit ein. Freuen sie sich bestimmt.
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Die Stasi ist im Vergleich zu den bundesdeutschen Geheimdiensten die kleinere Schwester, die den Großen nacheifern wollte. So liegen die Erfassungsmerkmale des Verfassungsschutzes (bspw. Haare, Gesichtsform, Vorlieben, etc.)um einiges höher in den entsprechenden Bögen. Selbst die Erfassung von Neugeborenen als potentielle Verfassungsfeinde (weil sie Kinder von Linken sind) ist ein Merkmal mit welchem die BRD schon seit Jahrzehnten einsame Spitzenklasse ist. Dementsprechend geht die Erfassung auch in die Millionen und liegt damit deutlich höher als in der BRD.
Aber auch im Kontrollieren der Post konnte der DDR locker das Wasser gereicht werden. So wurde sämtliche Post aus und natürlich erst recht in der DDR vollständig kontrolliert. Während die Stasi immer für alles herhalten muss, wird bis auf Nebenbeimeldungen in der Presse die Tätigkeit der BRD-Geheimdienste gerne totgeschwiegen.
Offiziell aufgezeichnet werden übrigens nur Gespräche ins Ausland, wenn sie vorbestimmte Begriffe enthalten (Terror, Geld, Bombe), unschwer zu erkennen, dass wo die Voraussetzungen erst mal bestehen, auch die Mißbrauchsmöglichkeiten umfassend genutzt werden.