Tomorrow April/2007 über Blogs
von Majoran am Mittwoch, 7. März 2007, in Geplapper
Ich gebe es zu, ich kaufe mir die Tomorrow regelmäßig und eigentlich auch gerne. In der aktuellen Ausgabe findet sich auch mal wieder ein Artikel über Blogs. Eigentlich hatte ich immer den Eindruck gehabt, dass die Autoren wissen über was sie dort schreiben. Diesmal hatte ich den Eindruck, ist es nicht so. Ich zitiere mal ein paar Stellen aus dem Artikel.
Rund 60 Millionen Blogs “verstopfen” derzeit das Web. Doch neben Ergüssen von Selbstdarstellern und mitteilungsfreudigen Langweilern finden sich auch jede Menge Seiten mit interessanten Inhalten, spannenden Informationen und hoher Glaubwürdigkeit. Eine Bestandsaufnahme.
Es heißt doch das die ersten 2 Sekunden entscheiden ob uns Menschen sympathisch sind oder nicht oder? Wenn man das auch auf geschriebenes anwendet, hat der Artikel schon durch die ersten 2 Sätze der Einleitung, kräftig Minuspunkte gesammelt.
… Spitzenreiter der Deutschen ist das Bild blog (www.bild blog.de). [Anmerkung: Das steht da wirklich so mit einem Freizeichen. Link] Hier kommentiert Medienkritiker Stefan Niggemeier die Berichterstattung des bekannten Boulevard-Blattes mehr oder weniger hämisch. …
Fast im ganzen Artikel, besonders auf der ersten Seite, klingt es als würde sich die Autorin Ernestine von der Osten-Sacken, die den Artikel verfasste, eher über die Blogs und Blogger lustig machen oder zumindest das geschreibe nur müde belächeln und als Teenagerkram abtun. Macht aber eher deutlich das sie nicht viel mit der Blogwelt am Hut hat.
… Auf Platz 2 liegt Blogger Toni Mahoni mit seinem ungewöhnlichen Blick auf Berlin (www.spreeblick.com) …
Auf Spreeblick ist wohl deutlich mehr zu finden als Toni Mahoni oder? Mal davon abgesehen das dieser nicht der Betreiber von Spreeblick ist.
… Nach der FoNK-Studie bloggt allerdings nur etwa ein Drittel der Befragten anonym, zwei Drittel geben gar konkrete Hinweise auf ihre Identität – bis hin zur vollen Adresse.
WOW Aber Anonym bloggen ist auch nicht mehr ganz so einfach oder? Wohl kein CSI geschaut. ;)
Ok nun noch das Fazit:
Auch wenn einige Selbstdarsteller ihre Blogs im Web 2.0 vorwiegend dazu nutzen, ihr Ego zu pflegen, sollte man nicht alle Blogger über einen Kamm scheren. Denn: Wer suchet, der findet. Und zwar jede Menge interessante Seiten, verfasst von Menschen, die etwas zu sagen haben. In Fachblogs, aber auch in privatengibts nicht nur Insider-Wissen und Input für neue Ideen, sondern man trifft auch neue Leute, mit denen man sich austauschen kann.
Scheint als hätte zumindest ein wenig bei der Arbeit an diesem Artikel gelernt. Denn gerade im ersten Teil erschien es, als würde sie selbst alle Blogger über einen Kamm scheren.
Ich hoffe die nächste Ausgabe wird wieder besser.
Tags: 2007, Berlin, Eier, Tomorrow



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März 8th, 2007 on 13:48
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