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Nur um das mal klar zu stellen.

von Majoran am Dienstag, 11. Juli 2006, in Geplapper

Ich habe in meinem Blog jetzt schon ab und an über ein paar Marken und Produkte irgendetwas geschrieben. Manchmal negatives und manchmal positives.
Ich habe zum Beispiel über Software, Radiosender, Bierzapfanlagen, Schlachtschiffe, Mobilfunkanbieter, Rettungsdienste, Militärische Reiseunternehmen, TechnikKonzern(e)riesen, Dienstleister, InternetServiceProvider, Lap-Tops, Verbrecher, Fernsehsender und NATÜRLICH über Eis geschrieben. Wenn ich etwas negatives geschrieben habe, dann aus gutem Grund meiner Meinung nach. Habe ich positives berichtet, dann auch aus gutem Grund. Das kann man dann Werbung nennen, muss man aber nicht. Sowas habe ich immer freiwillig geschrieben. Einfach nur weil ich vom Produkt oder Unternehmen voll überzeugt und/oder begeistert bin.

Im Moment scheint das ja gerade ein großes Thema zu sein/werden in unserer kleinen Blogwelt. Vor allem wohl wegen der Sache mit Opel, Coke und jetzt ask.com.
Wenn ich also über irgendwas etwas positives schreibe, sehe ich das nicht als Werbung an. Werbung ist für mich eher ein Begriff mit einem negativen Beigeschmack. Werbung ist zu oft einfach etwas erfundenes, eine Lüge oder eine Geschichte um etwas zu verkaufen. Ich will hier aber nichts verkaufen, es sollen viel mehr Hinweise sein, Erfahrungsberichte oder Anregungen. Ich mach das freiwillig und unendgeldlich. Es soll aber auch zu Diskussionen führen, schließlich macht jeder seine eigenen Erfahrungen. Was mir bei einem Produkt besonders gut gefällt, läßt andere laut aufschreien. Was bei mir gut funktionierte, lief bei anderen von Anfang an schief. Beste Beispiele könnten hier Mobilfunkanbieter oder Internetserviceprovider sein.

Auch ich habe schon vor ein paar Wochen meine Google Ads wieder entfernt. Zum Teil weil ich damit eh nix eingenommen habe, aber hauptsächlich weil es meiner Meinung nach mein Blog doch zu sehr verschandelt hat. Außerdem, warum soll ich etwas in meiner Seite einbauen, das ich auf anderen Seiten auch nie anklicken würde.

Natürlich würde ich mich freuen, wenn ich mit meinem Hobby zusätzlich etwas Geld verdienen würde. Wer würde nicht gerne Geld für etwas bekommen, was einem Spaß bereitet und man sowieso auch ohne Bezahlung machen würde.
Natürlich dürfte es nicht das “wie” und “was” verändern. Aber kann man das dann immer noch so weit voneinander entfernt halten und trennen. So das man sich nicht davon beeinflussen läßt ob es dem “Geschäft” schadet oder es fördert? Könnte ich mich wirklich zurückhalten und würde über etwas ein wenig neutraler schreiben, als einfach die Wahrheit zu sagen? Nämlich das es Scheiße ist!

Das was hier in diesem Blog steht, das bin zu 100% ich. Ich schreibe hier meine Meinung auf, die muß nicht jedem in den kram passen, aber die muß man akzeptieren. Wenn ich irgendwas scheiße finde, sage ich das genauso, wie ich es sage wenn ich etwas gut finde. Wenn ich am Herd stehe und meinem Job nachgehe, schicke ich auch keine Sauce raus die mir nicht schmeckt nur wegen dem Geschäft. Das wäre Heuchelei und das hasse und verabscheue ich.
Ich würde wenn dann also auch nur Werbung für etwas machen, das ich selbst auch unterstützen kann. Ich würde auch Produkte testen, aber nur wenn sie mich auch interessieren oder ich der Meinung bin, ich könnte Spaß daran haben. Es würde mir keiner abnehmen, wenn ich über die großartige Saugfähigkeit von Damenbinden schreibe.
Wenn ich dafür Geld bekomme, würde ich es gleich sagen, weil dann meiner Meinung nach Transparenz das wichtigste ist. Mein Urteil würde das aber in keiner weise beeinflussen.

Ich bin der Meinung das jeder käuflich ist. Ich bin auch käuflich! Aber den Preis, das “Produkt” was ich liefer und vor allem an wen, bestimme ich und nur ICH! Darauf kommt es an.
Ich laß mich kaufen, aber ich prostituier mich nicht. Aber mal ehrlich, welche Firma will schon, das ich hier für sie Werbung mache. Ich glaube nicht das jemand will, das sein Produkt und Küchenhure in einem Atemzug genannt wird. Dazu kommen sich die meisten doch viel zu Ehrlich, Seriös und Etabliert vor in der deutschen Geschäftswelt. Das sie das nicht sind wissen sie aber genauso gut wie wir.
Versteckte Werbung wird es hier also nicht geben. Und wenn ich hier mit irgendwas Geld verdienen würde, wäre das auch gekennzeichnet.
Ich verdiene nicht einmal was mit den Sachen im Küchenshop. Keinen einzigen Cent. Die Sachen gibt es zu dem Preis, den Spreadshirt haben will, ich habe da nichts raufgeschlagen. Geld dafür zu verlangen, das ihr Werbung für mich bzw. mein Blog macht finde ich irgendwie nicht fair.

Inspiriert durch diesen Artikel auf Nerdcore.
Nachtrag:
Auch zum Thema:

  • Kochwerkstatt
  • Popkulturjunkie
  • Basic Thinking
  • Rebellenmarkt
  • Statler & Waldorf
  • Nachtrag II: Ich hab die beiden Textpassagen gestrichen, weil ich Google Adsense wieder aktiviert habe und weil ich bei Spreadshirt wieder ein paar Cent verdienen würde wenn jemand ein shirt kaufen würde. Ich brauch das Geld einfach, auch wenn es sich bis jetzt auch noch nicht wirklich lohnt.


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    4 Comments for this entry

    • stoffel

      Also ich habe nicht das Gefühl von Dir mit Werbung zugeballert zu werden, wenn Du über Produkte/Erfahrungen schreibst. Im Gegenteil … ich mag Deinen Schreibstil sehr und musste hier bisher immer schmunzeln oder Deine Beiträge haben zum nachdenken angeregt oder ich hab einfach den Kopf frei bekommen, verstehst wie ich meine?
      Fazit … die Küchenhure, also Du, bist in meinen Augen, autentisch (schreibt man das so? *zwinker*) und ich hoffe zukünftig auf mehr “Werbung ála Mario” *fg*

    • Majoran

      Danke! Ehrlich, Danke! =)

    • Opa

      Ich bin gerne hier, weil du ehrlich bist und etwas verstehst von dem, worüber du schreibst. Ich habe Achtung vor Leuten, die wissen was sie tun.

      Theoretische Spinner gibt es anderswo genug.

      Das Thema Werbung hatten wir ja bereits, ich fühle mich bedrängt davon. Selbstverständlich lasse ich mich beraten aber das ist etwas ganz anderes.

    • Jokey

      Ich glaube, dass Blogs als Meinungsmache funktionieren und das ist auch gut so.
      Man eröffnet sein eigenes Blog und schreibt üebr dies und das.
      Die Problematik die hier mit der vermeintlichen Werbung entsteht ist einfach die, dass andere dir Werbung unterstellen wollen, welche gar keine ist.
      Nehmen wir beispielsweise Dooyoo. Eine Internetcommunity in der man seine Meinung zu Produkten oder Dienstleistungen niederschreiben kann. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das als Werbung bezeichnet. Und genau das Gleiche passiert doch in den Blogs auch.
      Ich glaube, wenn der Astra sch*** wäre, dann hätten es die entsprechenden Blogger auch geschrieben, aber abgesehen von den wenigen Ablagemöglichkeiten ist der eben gar nicht mal so daneben, fahre die Kisten ja auch öfter.
      Wenn jemand über ein anderes Blog schreibt, es sei Werbeträger, dann ist es einfach nur lächerlich und die Gründe für diese Behauptung selten nachvollziehbar.

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