Manche haben ja vielleicht gelesen das ich kurz nach Weihnachten auf der Beerdigung von meiner Urgrossmutter (irgendwie ein merkwürdiges Wort) war. Und Ja ich habe am Grab geweint. Sicher war ich in den letzten Jahren nicht oft bei ihr. Aber das lag einerseits daran, dass ich einen stressigen Job habe in dem man in schichten arbeitet. Und andererseits daran, dass ich sehr ungern (wirklich sehr ungern) in Krankenhäusern oder Altersheimen bin. Besonders wenn ich dort bin um ein Familienmitglied oder Freunde zu besuchen. Ich denke das können viele nachvollziehen. Aber es geht um das weinen. Vielleicht hab ich was verpasst. Aber kann mir einer ernsthaft erklären warum ich belächelt wurde, als ich einem Bekannten bestätigt habe das mir die Tränen kamen. Vielleicht bilde ich mir das jetzt auch ein, aber ich glaube mich auch zu erinnern bei der Beerdigung merkwürdige Blicke geerntet zu haben. Darf man denn heutzutage als “Mann” selbst bei so traurigen Anlässen keine Gefühle mehr zeigen? Ich hab mich ja inzwischen schon dran gewöhnt, bevor es hell wird im Kino, wieder sagen wir mal frisch auszusehen. Aber … na ja ich verstehe es nicht. Aber schlimm finde ich das ich mich inzwischen so angepasst habe an die heutige Zeit, dass ich oft meine Gefühle oder Gefühlsausbrüche unterdrücke. Aber ist es denn ein Zeichen von schwäche wenn man Gefühle zeigt? Es ist doch eher ein Zeichen von schwäche wenn man sie unterdrückt und das obwohl ich eigentlich viel stärker bin als es nach außen den schein hat, nachdem was ich in meinem noch jungen Leben schon alles erlebt habe.
Bezeichnet mich doch als Weichei. Na und.
Tags: Eier, Erlebt











